Motörhead
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Clarke, Eddie
Gitarre
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Fox, Lucas
Schlagzeug
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Taylor, Philthy Animal Phil
Schlagzeug -
*21.09.1954
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Burston,Michael
Gitarre -
*23.10.1949
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Dee, Mickey
Schlagzeug
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Campbell, Philip Anthony
Gitarre -
*07.05.1961
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Kilmister,Ian Fraiser
Gesang
Bass
Komponist -
*24.12.1945
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Kilmister,Ian Fraiser
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*24.12.1945
Motörhead
Die Band, deren Frontmann sich auch auf der Bühne gerne orientierungslos gibt: Where's the audience?, veröffentlicht eine DVD voller Konzertmitschnitte. Overkill ist gar kein Ausdruck
Die Geschichte der vormals lautesten und schnellsten Band der Welt ist untrennbar verbunden mit ihrem Bassisten, Hauptsongschreiber und einzigen Bandmitglied, das während der immerhin 30-Jährigen Bandgeschichte diese Band nie verlassen hat. Sie beginnt demnach mit seinem Geburtstag, Heiligabend 1945. Lemmy Ian Kilmister, ein bekennender Sammler allerlei Nazi-Devotionalien, kam tatsächlich am 24.12.1945 in Stoke-on-Trent auf die Welt und dürfte neben Robbie Williams der einzige in diesem Kaff geborene Rockstar sein. Der Sohn eines Vikars arbeitet nach der Schule zunächst im Ersatzteillager einer Waschmaschinen-Fabrik, bevor bei unterschiedlichsten Bands als Bassist anheuerte. Wenn diese Stelle schon besetzt war, verdingte er sich als Roadie. Ab 1971 war er fester Bassist in der Band Hawkwind, aus der er allerdings nach einer erfolgreichen Drogenrazzia während eines Kanada-Aufenthaltes 1975 rausflog. Zurück in England benannte Kilmister seine erste eigene Band nach dem letzten Song, den er für Hawkwind geschrieben hatte Motorhead, einem amerikanischen Slang-Ausdruck für Speed-Freaks, was sich auf den Amphetamin- und Geschwindigkeitsrausch gleichermaßen bezog.
Noch bevor es zur Veröffentlichung des ersten selbstbetitelten Albums kommen konnte, rotierte das nimmermüde Personalkarussell wie verrückt. Als ihr Debut erschien, waren Motörhead zu dritt. Der als klassisch titulierten Besetzung gelang allerdings erst mit ihrem zweiten Album Overkill der Durchbruch. Mit ihrer einzigartigen Mischung aus Metal, Punk und Rock N Roll verkauften sie vom ihrem LP-Zweitling allein in der englischen Heimat weit über einhundertausend Einheiten. Und dank ihres Singlehits Ace of Spades vom gleichnamigen 1980 veröffentlichten Album wurden sie zumindest in England zu so etwas wie Rockstars ? trotz ihrer wenig massenkompatiblen Musik. Bis 1983 setzten Motörhead ihren RocknRoll-Siegeszug fort, nahmen bis dahin insgesamt neun Alben auf und konnten nur durch ein Gerichtsurteil außer Gefecht gesetzt werden. Ihre alte Plattenfirma hatte eine zweijährige Veröffentlichungssperre erwirkt, die Motörheadzu einer Zwangspause nötigte. 1986 kehrten sie mit dem von Bill Laswell produzierten Album Orgasmatron zurück ins öffentliche Rampenlicht. Die verkultete Band hatte trotz diverser Entwicklungen in der Metal-Szene, denen sie sich samt und sonders widersetzten, keinen einzigen ihrer Fans verloren; im Gegenteil: die ganze Welt schien das Comeback der nun nicht mehr lautesten und schnellsten Band der Welt zu bejubeln.
Während der gesamten 1990-er Jahre machten Motörhead lediglich, was sie schon immer gemacht hatten. Lauten dreckigen RocknRoll und zwischendurch Alkohol bis nach Bagdad. Dennoch potenzierte sich der Kultfaktor über die Jahre ins Unermessliche. Nicht ganz unschuldig daran dürften auch nicht-musikalische Veröffentlichungen Kilmisters sein. Ob es sich dabei um seine 2002 erschienene Biographie White Line Fever, diverse für Ozzy Osbourne geschriebene Texte oder Kurzauftritte in Horror- und Pornofilmen handelt, ist dabei nicht so wichtig. Im Jahre 2004 erschien ihr bis dato letztes Album, Inferno. Derzeit arbeiten Motörhead an einem Album, das Anfang 2006 veröffentlicht werden soll. Falls Lemmys Leber da nicht mitspielen sollte, an dieser Stelle schon mal ein würdiges Epitaph: Lemmy Kilmister, Killed by Death.