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Hertel,Stefanie

Geburtstag:

25.07.1979
Geburtsort:

Oelsnitz, DDR
Instrument:

Gesang

Hertel,Stefanie

Stefanie Hertel lebt das Leben, das ihr Vater für sie ausgesucht hat. Noch als Kleinkind wurde Hertel von ihrem Vater zu volkmusikalischen und sonst sinnfreien Zwecken instrumentalisiert. Anscheinend macht ihr das nichts, aber auch gar nichts aus. Inzwischen ist die 1979 in Oelsnitz im Vogtland geborene Mitte Zwanzig und tut noch immer, was sie im Alter von nur drei Jahren begann. Als sie vier ist, steht sie mit ihrem Vater erstmalig und ganz offiziell auf einer Bühne und fühlt sich überglücklich. Laut ihrer Homepage begann an just diesem Tage die Überzeugung in ihr zu reifen, dass ihre Karriere nicht mehr aufzuhalten wäre. 1985 lächelt sie zum ersten Mal in eine DDR-Kamera und die Genossen danken es ihr.

1990 und nach der Wende ist ihre Zeit gekommen. Sie ist zu Gast bei Carolin Reiber und wird Sieger in Achims Hitparade. Für Hertel erfüllen sich damit Lebensträume. Es lohnt sich jedenfalls, sich vor Augen zu halten, dass es nicht wenige 11-jährige gab, gibt und geben wird, die sich in einem durchaus positiven Sinn sehr viel normaler verhalten. Noch 1990 beginnt die Zusammenarbeit mit Hans R. Beierlein, dem damaligen Manager und Produzenten von Heino. Hertels Website spricht von einem Erfolgs-Team, das Stefanie bis heute treu zur Seite steht. Ähnlich wahr ist wohl die Aussage: never change a winning team. Denn die Zusammenarbeit mit Beierlein gestaltet sich für alle Beteiligten als äußerst erfolgreich und lukrativ. Das erste Album, das Hertel solo und unter ihrem Namen veröffentlicht und auch dessen Nachfolger werden zu veritablen Verkaufschlagern. 1992, beim Grand Prix der Volksmusik in Zürich, belegt sie den ersten Platz. Und ihr Gewinner-Song war das typische thüringische Über jedes Bacherl geht a Brückerl. Nach ihrer ersten Krone der Volksmusik, die sie bisher ganze viermal gewonnen hat, widmet ihr die ARD anlässlich ihrer Volljährigkeit ein TV-Special. Und die Erfolgsträhne der nun 18-jährigen reißt nicht ab. Ihr wird die goldenen Stimmgabel verliehen und gewinnt die Superhitparade der Volksmusik.

Der schönste und wohl auch adäquateste Titel, der Hertel je verliehen wurde, nennt sich die Goldene Henne. Drei mal ist sie in ihrer bisherigen Karriere mit diesem echt außergewöhnlichen Preis schon ausgezeichnet worden ? und im Jahr 2004 wurde sie zum vierten Mal für die Goldene Henne nominiert. Auch wenn ihr Terminkalender ausgebucht ist, wie ihre Homepage zu betonen nicht müde wird, ist ihr ? ein weiteres Homepage-Zitat - soziales Engagement dennoch ausgeprägt. Ganz nebenbei bringt es die Hertel auch noch fertig, ein ausgeglichenes, skandalfreies Privatleben zu führen. Das hat sich auch seit der Heirat mit ihrem Noch-Lebenspartner Stefan Mross nicht oder nur wenig geändert. Im Jahr 2001 sorgen die beiden Volksmusikstars für Nachwuchs. Zu dritt leben sie seit der Geburt der Tochter Johanna in der Nähe vom Chiemsee.