Start | Badu,Erykah | Biografie & Steckbrief

Badu,Erykah

Geburtstag:

26.02.1971
Geburtsort:

Dallas, Texas, USA
Alias:

Erica Abi Wright

Instrument:

Gesang

Badu,Erykah

Sie ist eine singuläre Erscheinung des R'n'B: Erykah Badu.

Eine politische Stimme

Erykah Badu ist nicht nur diese überaus dehnbare Stimme. Sie ist auch der Afro im R'n'B. Eine politische Stimme mit Sinn für die visuelle Selbstinszenierung. All das macht sie zur wohl interessantesten Sängerin der USA in den Neunziger und Nuller Jahren.

Geboren 1971 im texanischen Dallas, nahm Erykah Badu grundlegende Voraussetzungen fürs Showbiz schon von ihrer Mutter mit. Die nämlich war Schauspielerin. So wurde die Bühne zur natürlichen Umwelt des Mädchens Erykah, das erste ernsthafte musikalische Gehversuche gemeinsam mit ihrem Cousin unternimmt. Ein Produzent schließlich rät Erykah zur Solo-Karriere, und als sie 1994 in Dallas das Vorprogramm für den Neo-Soul-Sänger D'Angelo bestreitet, wird Badu von dessen Manager entdeckt.

Weiter und weiter

Kedar Massenburg, der D'Angelo -Manager, ist es auch, der Badu mit seinen Kontakten weiterhilft und außerdem dafür sorgt, dass 1997 mit Baduizm das Debüt-Album der Sängerin erscheint. Die Besetzungsliste mit Mitgliedern der Roots und mit Jazz-Legende Ron Carter am Kontrabass kann beeindrucken. Badu mit ihrer schillernden Stimme beeindruckt umso mehr. Auf Anhieb findet die Sängerin ein weltweites Publikum, das auf dem Album enthaltene On And On zählt längst zu den Klassikern des R'n'B.

Als Erykah Badu im Jahr 2000 mit ihrem zweiten Studio-Album Mama's Gun zurück meldet, zählt sie längst zu den einflussreichen Stimmen afroamerikanischer Popkultur. Regelmäßig äußert sie sich zu den großen politischen Themen und umgibt sich mit politisch bewussten MCs wie Mos Def oder Common.

Im weltweiten Untergrund

Ihr ohnehin schon gewagter R'n'B-Entwurf voller Old Time Music, Jazz, Funk und HipHop klingt noch merkwürdiger, als Badu im Jahr 2003 die EP Worldwide Underground veröffentlicht. Mit ihrer neuen Gruppe Freakquency wagt sich die Sängerin gleich zweimal in über acht Minuten währende Sessions. Die Bezeichnung "EP" zeigt schon an, das dritte Album steht noch aus. Im Frühjahr 2008 ist es an der Reihe: New Amerykah - Part One (4th World War) zieht hart ins Gericht mit der Kriegspolitik der Bush-Regierung. Abermals hat die Freakquency-Crew ein exzentrisches R'n'B-Panorama produziert, das sich von Blues bis hin zu Party Rap erstreckt. Das Album soll lediglich den Anfang einer ganzen Reihe zügig aufeinander folgender Veröffentlichungen der Stimme Amerykahs machen.